Im 18. Jahrhundert war es üblich das der Lehrer von Hof zu Hof zog und die Kinder unterichtete, an seinen freien Nachmittagen musste er in der Landwirtschaft des jeweiligen Bauern helfen. Anders als in Preußen hatten die Lehrer im Staate Reuß eine gewisse Bildung zu der Zeit. In Ruppersdorf wurde 1861 eine Schule errichtet, vorher gab es schon einen Holzbau der als Schulwohnung bezeichnet wurde. In dem Neubau wurden um 1920 bis zu 90 Schüler in einen Raum beziehungsweise eineinhalb Räumen unterrichtet. Erst 1959 wurden die Schüler auf zwei Räume aufgeteilt in einen die Klassen 1-4 im anderen die Klassen 5-8. 1972 wurde dann mit dem Neubau der Schule sowie dem Bau der Turnhalle mit Kegelbahn begonnen und im Winter 1974 fertiggestellt. Die Schule besteht heute als Grundschule weiter, in der im Schuljahr 2010/2011 73 Schüler, darunter 23 Schulanfänger, lernen. In das alte Schulgebäude zog 1976 die Gemeindeverwaltung ein. Heute wird das Gebäude von einer Massagepraxis und als Wohnhaus genutzt.
1956 wurde der Kindergarten in Ruppersdorf gebaut,der im August 2010 ins Erdgeschoss des Schulgebädes umgezogen ist. Was im Mai 2011 mit einen Tag der offen Tür gefeiert wurde
Die Ruppersdorfer Feuerwehr besteht seit dem Jahr 1867. Ab 1959 hatte der Ort einen Zahnarzt ein Jahr später gab es auch einen niedergelassen Arzt. 1965 wurde die Ambulanz neben dem Kindergarten gebaut. Heute ist noch ein Arzt im Ort niedergelassen. Desweiteren gibt es eine Physiotherapie
Ruppersdorf war durch aus landwirtschaftlich geprägt und ist es bis heute noch. Waren es vom Mittelalter bis zum 2. Weltkrieg die einzelnen Bauern entstanden 1957 die Landwirtschaflichen Produktionsgenossenschaften(LPG) mehr oder weniger freiwillig. 1958 wurde die LPG Typ III "Bergland" gegründet und 2 Jahre später entstand die LPG Typ I "Frohes Schaffen". 1967 wurden 2 Rinderställe gebaut. Heute werden die Flächen von 2 Betrieben bewirtschaftet.
Auch wenn die Landwirtschaft immer prägend war, gab es und gibt es auch das Handwerk. So ist überliefert das es seit 1722 ein Mühle im Ort gab. Auch eine Schmiede gab es was auf die Handelsstrasse die durch den Ort führte zurückzuführen ist, wenn auch nicht nachgewiesen. Nach dem 2. Weltkrieg gab es in Ruppersdorf 2 Fleischer, 2 Bäcker, 2 Schuhmacher, 1 Klempner, 1 Schmied sowie einen Stellmacher. Heute existiert noch eine KFZ Werkstatt und ein Baugeschäft
Von 1844 bis 1846 wurde die Straße Lobenstein Eliasbrunn Ruppersdorf Gahma gebaut. 1889 wurde die Strasse nach Thimmendorf erbaut. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Strasse in die Zschachenmühle gebaut und am 30.06.1920 für den Verkehr freigegeben. Von 1962 bis 1966 wurde eine Wasserleitung gebaut und gleichzeitig die Strasse gepflastert. Ein Buswartehäuschen wurde 1968 gebaut, welches mittlerweile durch einen Holzbau ersetzt wurde. Bereits 1881 gab es in Ruppersdorf eine Poststelle die bis zum Jahr 1995 bestand.